Seele
Ich liebe Psychologie und früher galt die Psychologie als "die Lehre der Seele und dem seelischen Geschehen". Heutzutage wird Psychologie nicht mehr so bezeichnet, sondern als „die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen“.
Die Seele
„Die Seele als Software zum Steuern der Hardware Körper.“
Oder warum gibt es so viele Redewendungen, welche Seelenzustände (Gefühle) oder Verbindung von Körper und Seele umschreiben. ZB:
Das schlägt mir auf den Magen.
Mir bleibt vor Schreck das Herz stehen!
Liebe geht durch den Magen.
Liebe macht blind.
Ich habe Schiss! Das stinkt mir!
Ich habe die Nase voll!
Ich hab so 'nen Hals!
Das geht mir auf den Sack!
Das macht mir Kopfzerbrechen!
Das verschlägt mir die Sprache!
Das Herz ist mir in die Hose gerutscht!
Scheiß drauf!
Mir fällt ein Stein vom Herzen!
Jeder verwendet Ausdrücke zur Seele im unbewußten Sinn
und jeder stellt sich bestimmt oft folgende Fragen zur Seele:
Was ist das überhaupt, eine Seele? Wie entsteht sie, wo sitzt sie?
Jeder kennt und fühlt bestimmt seine Seele , aber weiß wenig darüber...
Die Seele ist kein einheitliches Gebilde, ist nicht etwas, was wir in bestimmten Regionen finden können - wie z.B. im Gehirn, aber man kann so tun, als ob ein solches Zentrum existiert.
Ich glaube nach meinem Gefühl, dass die Seele das Zentrum in der Brust hat, aber jeder soll es für sich herausfinden und Spüren wo er seine Seele fühlt.
Nach Freud teilt man die Seele in 3 Teile auf:
Das Es
- Träger aller sexuellen und aggressiven Triebe
- Hier gibt es keinen Aufschub, keine Hemmung, keinen Verstand, keine Logik und keine Moral - es herrscht das „Lustprinzip“, oder anders gesagt, es ist triebgesteuert
- es hat auch keinen Kontakt zur Außenwelt („ich fremdes Seelengebiet“)
Das Ich
- Die Hauptaufgabe des Ich besteht darin, die Wünsche des Es mit den Forderungen des Über-Ich zu koordinieren
- Das Ich orientiert sich am Realitätsprinzip
Das Über-Ich
- Kann als Gegenspieler des Es bezeichnet werden
- Es enthält unsere Ideale und unser Gewissen
- Es erzeugt Schuldgefühle und Angst vor Strafen bei Übertretung.
- Es handelt nach dem Moralitätsprinzip ( "ich darf (nicht)) und strebt nach Perfektionismus - d.h. es versucht sich an der Umwelt anzupassen um im Strom der Masse mit zu schwimmen, ohne dass man zum Außenseiter oder unhöflich wird
Ich-Stärke: Ausgeglichenheit von Es und Über-Ich durch ein gut funktionierendes Ich
Ich-Schwäche: Unausgeglichenheit der drei Instanzen. Freud verbindet die Ich- Schwäche mit dem Entstehen einer Neurose - d.h., die Bemühung der Psychoanalyse bestehen darin das Ich zu stärken, vom Über- Ich unabhängiger zu machen, das Wahrnehmungsfeld zu erweitern und die Organisation auszubauen um dann neue Stücke vom Es zu kultivieren
Heute weißt man, dass viele körperliche Erkrankungen durch seelische unbewußte Konflikte entstehen, Diese Erkrankungen werden psychosomatische Erkrankungen genannt - Beispiele: Magengeschwüre, Darmentzündungen, Asthma, Juckreiz u.v.a.
Durch eine Psychotherapie wird durch die Bearbeitung unbewußter Probleme das Ich gestärkt und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Körper und Seele hergestellt
Dadurch kann man die Krankheiten oft ohne Medikamente heilen und das Immunsystem stärken
(Quelle: Auszug aus "Theorien zur Seele und Freud als Begründer der Psychoanalyse" von Jannis Trendel)
Aber warum erwähne ich die Seele auf meiner Seite und warum gerade dieser Auszug? Nun, 1. bin ich ein riesiger Freud-Fan, 2. analysiere ich gerne Verhaltensmuster und hinterfrage eigentlich immer alles, 3. finde ich, dass ohnehin alles mit allem zusammenhängt und sich ergänzt, verbindet und braucht und 4. werden in meinen Geschichten Begriffe und Situationen vorkommen, welche möglicherweise mit der Seele in Verbindung gebracht werden könnten oder von einigen sogar stark hinterfragt werden könnten.
Doch vielleicht rutschen wir hier schon ein wenig ab und kommen eher auf das Prinzip Ethik und Moral und somit in den Teilbereich der Philosophie... und philosophieren wollen wir nicht auch noch.
Also bewerten wir hier mal nicht, ob das menschliche Handeln moralisch vertretbar ist und somit die Werte und Regeln, die in unserer Gesellschaft allgemein anerkannt sind, eingehalten wurden.
"Selbst ernannte Moralapostel geraten ins Schwärmen, wenn sie die Moral anderer Leute zur Sprache bringen."
- Ernst R. Hauschka